- Warum aufrüsten statt ersetzen
- Zubehör-Upgrades, die Anwendungen erschließen
- Software-Wachstumspfad
- Neue Legierung, neue Parameter
- Upgrade planen
- Häufig gestellte Fragen
- Welche Leistungsstufen sind für die Sirius Light verfügbar?
- Welche Vorteile bietet die Schwenkoptik bei neuen Anwendungen?
- Wie gehe ich bei der Einführung einer neuen Legierung vor?
- Wie unterstützt Sigma bei einem Upgrade der Sirius Light?
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Kurz beantwortet: Die Sirius Light lässt sich durch modulare Leistungs- und Zubehör-Upgrades gezielt für neue Legierungen und Anwendungen erweitern. So können Sie Ihre bestehende Anlage flexibel an steigende Anforderungen anpassen und müssen nicht in ein komplett neues System investieren. Planen Sie jedes Upgrade gemeinsam mit dem Sigma-Service, um optimale Ergebnisse und Prozesssicherheit zu gewährleisten.
| Parameter | Sirius Light (Basis) | Sirius Light (nach Upgrade) |
|---|---|---|
| Ausgangsleistung (W) | 60 / 120 / 160 / 220 / 330 / 420 / 500 | Bis zu 500 |
| Maximale Pulsenergie (J) | bis 170 | bis 170 |
| Spitzenleistung (kW) | bis 13 | bis 13 |
Alle Werte laut Artikeltext und offiziellen Sigma Laser Spezifikationen. Die Sirius Light kann durch modulare Upgrades auf die jeweils nächsthöhere Leistungsstufe erweitert werden.
Warum aufrüsten statt ersetzen
Die Sirius Light ist als mobile Laser-Schweißanlage speziell darauf ausgelegt, mit Ihren Anforderungen zu wachsen. Dank des modularen Leistungsaufbaus von 60 bis 500 W können Sie die Ausgangsleistung Ihrer Anlage gezielt an neue Werkstoffe und steigende Schweißanforderungen anpassen, ohne das Grundsystem ersetzen zu müssen. Die Leistungssteigerung erfolgt durch den Austausch oder die Ergänzung von Modulen, sodass Investitionen geschützt und Stillstandszeiten minimiert werden.
Mit einer maximalen Pulsenergie von bis zu 170 J und Spitzenleistungen von 13 kW bietet die Sirius Light auch nach dem Upgrade ausreichend Leistungsreserven, um anspruchsvolle Legierungen, größere Materialstärken oder neue Anwendungen im Werkzeug- und Formenbau zu erschließen. Gerade bei der Verarbeitung moderner Hochleistungsstähle, Nickelbasis- oder Aluminiumlegierungen sind diese Leistungsparameter entscheidend für eine stabile Nahtausbildung und geringe Wärmeeinflusszonen.
Der modulare Ansatz der Sirius Light ermöglicht es, gezielt auf neue Produktionsanforderungen zu reagieren. Sie können zunächst mit einer Basiskonfiguration starten und die Anlage Schritt für Schritt erweitern, sobald sich der Bedarf ergibt. Dies reduziert das Investitionsrisiko und erhöht die Flexibilität im laufenden Betrieb. Ein weiterer Vorteil: Die Bediener bleiben mit der vertrauten Plattform und Benutzeroberfläche vertraut, was Einarbeitungszeiten und Fehlerquellen minimiert.
Bevor Sie ein Upgrade planen, empfiehlt es sich, die aktuellen und zukünftigen Anforderungen Ihrer Fertigung zu analysieren. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur die zu verarbeitenden Legierungen, sondern auch Bauteilgrößen, Taktzeiten und mögliche neue Anwendungen. Der modulare Leistungsleiter der Sirius Light bietet Ihnen die notwendige Skalierbarkeit, um diesen Herausforderungen effizient zu begegnen.
| Zubehör | Funktion / Nutzen |
|---|---|
| Schwenkoptik (Swivel Optics) | 360°-Strahlablenkung, Zugang zu schwer erreichbaren/vertikalen Schweißstellen |
| Teleskoplinse (Telescopic Lens) | Erweiterung der Schwenkoptik, flexibler Arbeitsabstand für große/tiefliegende Bauteile |
| Schwenkbare Drahtzuführung (Swivelling Wire Feed) | Präzise Zusatzwerkstoffzufuhr, auch in vertikalen/geneigten Positionen; synchronisierbar mit Pulsparametern |
| Motorgetriebenes Drehmodul (Motor-Driven Rotary Device) | Gleichmäßige Rundnähte an rotationssymmetrischen Werkstücken; steuerbar über Sigomatic |
| Motorisierte Z-Achse | Flexible Anpassung der Bearbeitungsposition (Höhe) |
| Schwenkbare Y-Achse | Flexible Anpassung der Bearbeitungsposition (seitlich) |
Die genannten Zubehörteile erweitern gezielt den Anwendungsbereich der Sirius Light für neue Legierungen und komplexe Geometrien.
Zubehör-Upgrades, die Anwendungen erschließen
Mit gezielten Zubehör-Upgrades lässt sich der Anwendungsbereich der Sirius Light erheblich erweitern. Besonders bei neuen Legierungen oder komplexen Geometrien sind flexible Optik- und Handhabungslösungen entscheidend für die Prozesssicherheit und Qualität. Die Schwenkoptik (Swivel Optics) ermöglicht eine 360°-Strahlablenkung, sodass auch schwer zugängliche oder vertikale Schweißstellen sicher erreicht werden. Für besonders große oder tief liegende Bauteile lässt sich die Schwenkoptik um eine Teleskoplinse ergänzen, um den Arbeitsabstand flexibel anzupassen.
Die schwenkbare Drahtzuführung (Swivelling Wire Feed) eröffnet die Möglichkeit, Zusatzwerkstoffe präzise auch in vertikalen oder geneigten Positionen einzubringen. Dies ist insbesondere bei Legierungen mit engen Toleranzen für die Nahtzusammensetzung oder bei Reparaturen an Werkzeugen und Formen von Vorteil. Die Drahtzuführung ist in Vorschubgeschwindigkeit und Rückzugsverhalten anpassbar und kann mit den Pulsparametern synchronisiert werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
Für rotationssymmetrische Werkstücke wie Wellen, Ringe oder Rohre empfiehlt sich der Einsatz des motorgetriebenen Drehmoduls (Motor-Driven Rotary Device). Dieses Zubehör ermöglicht gleichmäßige Rundnähte ohne aufwendige Sonderaufspannungen. Die Drehachse ist über die Sigomatic-Software steuerbar und gewährleistet eine präzise Positionierung und Wiederholgenauigkeit.
Weitere Achs-Upgrades wie die motorisierte Z-Achse oder eine schwenkbare Y-Achse erlauben die flexible Anpassung der Bearbeitungsposition an unterschiedliche Werkstückgrößen und -formen. Durch diese Erweiterungen steigern Sie nicht nur die Produktivität, sondern erschließen auch neue Anwendungsfelder, etwa in der Bearbeitung von großvolumigen Formen oder schwer zugänglichen Schweißbereichen.
| Software | Funktionen | Empfohlene Anwendung |
|---|---|---|
| Sigomatic | Intuitive Teach-in-Oberfläche, Einlernen von Linien, Kreisen, Polylinien, Splines | Werkzeug- und Formenbau, Einzelteile, kleine Losgrößen |
| Sigomatic Pro | PC-basiert, Verwaltung umfangreicher Programmbibliotheken, Integration zusätzlicher Module, detaillierte Parametrierung | Komplexe Serienteile, hohe Anforderungen an Prozesssicherheit und Nachverfolgbarkeit |
| Ferndiagnose-Funktion | Überwachung aller relevanten Systemparameter (Elektronik, Kühlwasser, Sicherheit, Fehlerzustände) | Reduzierung von Ausfallzeiten, Wartung ohne Vor-Ort-Einsatz |
Die Software kann modular erweitert werden. Sigma bietet gezielte Anwenderschulungen für neue Funktionen.
Software-Wachstumspfad
Die Steuerung und Programmierung der Sirius Light erfolgt standardmäßig über die Sigomatic-Software. Sie bietet eine intuitive Teach-in-Oberfläche, mit der sich Schweißbahnen als Linien, Kreise, Polylinien oder Splines einfach einlernen lassen. Für viele Anwendungen im Werkzeug- und Formenbau reicht diese Funktionalität aus, insbesondere bei Einzelteilen oder kleinen Losgrößen.
Wenn Sie jedoch komplexe Serienteile oder wiederkehrende Schweißaufgaben mit hohen Anforderungen an Prozesssicherheit und Nachverfolgbarkeit bearbeiten möchten, empfiehlt sich der Umstieg auf Sigomatic Pro. Diese PC-basierte Software erweitert die Möglichkeiten deutlich: Sie erlaubt die Verwaltung umfangreicher Programmbibliotheken, die Integration zusätzlicher Module und eine detaillierte Parametrierung für anspruchsvolle Schweißaufgaben. Durch die modulare Erweiterbarkeit können Sie die Software gezielt an Ihre Produktionsanforderungen anpassen.
Ein weiterer Vorteil: Über die Ferndiagnose-Funktion können Sie den Zustand Ihrer Sirius Light jederzeit aus der Ferne überwachen lassen. Die Ferndiagnose erfasst alle relevanten Systemparameter – von der Elektronik über die Kühlwasserqualität bis hin zu Sicherheits- und Fehlerzuständen. So lassen sich viele Wartungs- und Servicefälle ohne Vor-Ort-Einsatz lösen, was Ausfallzeiten reduziert und die Anlagenverfügbarkeit erhöht.
Beachten Sie bei einem Software-Upgrade, dass die Bediener entsprechend geschult werden sollten, um die erweiterten Funktionen sicher und effizient zu nutzen. Sigma bietet hierzu gezielte Anwenderschulungen und unterstützt Sie bei der Integration in bestehende Produktionsabläufe.
Neue Legierung, neue Parameter
Die Einführung neuer Legierungen in den Schweißprozess erfordert eine sorgfältige Anpassung der Prozessparameter. Bewährt hat sich hierfür die sogenannte Leiterstufenmethode: Sie beginnen mit konservativen Einstellungen für Pulsenergie, Pulsdauer und Fokusdurchmesser und steigern diese schrittweise, bis eine stabile Nahtausbildung und die gewünschten mechanischen Eigenschaften erzielt werden. Jede Stufe wird dokumentiert und anhand von Prüfungen (z. B. Schliffbild, Härte, Rissfreiheit) bewertet.
Die Auswahl des passenden Zusatzdrahts richtet sich nach der Legierungsfamilie des Grundwerkstoffs. Für Werkzeug- und Formenstähle werden in der Regel abgestimmte Drahtlegierungen eingesetzt, die eine ähnliche chemische Zusammensetzung und Härte aufweisen. Bei Aluminium- oder Nickelbasislegierungen ist auf die Kompatibilität hinsichtlich Schmelzpunkt, Ausdehnungsverhalten und Korrosionsbeständigkeit zu achten. Die Drahtzuführung sollte so eingestellt werden, dass eine gleichmäßige Materialzugabe ohne Einbrand oder Porenbildung erfolgt.
Besonders bei hochlegierten oder wärmeempfindlichen Werkstoffen empfiehlt sich der Einsatz von Schutzgas (meist Argon), um Oxidation und Verfärbungen zu minimieren. Die Anpassung der Schutzgasführung und die Kontrolle der Gasabdeckung sind dabei entscheidend für die Nahtqualität. Auch die Vor- und Nachbehandlung der Schweißzone (Reinigung, Vorwärmen, kontrolliertes Abkühlen) sollte an die neue Legierung angepasst werden.
Vor der Serienfertigung empfiehlt es sich, eine Testreihe mit den neuen Parametern durchzuführen und die Ergebnisse sorgfältig zu dokumentieren. So stellen Sie sicher, dass die Umstellung auf neue Legierungen prozesssicher und reproduzierbar erfolgt.
Upgrade planen
Ein erfolgreiches Upgrade der Sirius Light beginnt mit einer systematischen Bedarfsanalyse: Welche neuen Legierungen oder Anwendungen sollen erschlossen werden? Welche Leistungs- und Zubehörmodule sind dafür erforderlich? Stimmen Sie den geplanten Umfang und die Einbaureihenfolge mit dem Sigma-Service ab, um Kompatibilitäten und mögliche Wechselwirkungen zu berücksichtigen. Sigma unterstützt Sie bei der Auswahl der passenden Module und übernimmt auf Wunsch den fachgerechten Einbau sowie die Inbetriebnahme.
Nach dem Einbau neuer Leistungs- oder Zubehörmodule ist eine Requalifizierung der Anlage unerlässlich. Führen Sie hierzu eine Testserie mit den neuen Parametern und Werkstoffen durch. Dokumentieren Sie die Ergebnisse (z. B. Nahtbild, mechanische Prüfungen, Prozessstabilität) und passen Sie die Prozessparameter gegebenenfalls an. So stellen Sie sicher, dass die erweiterten Funktionen zuverlässig und reproduzierbar arbeiten.
Berücksichtigen Sie bei der Planung auch die Schulung Ihrer Bediener. Neue Module oder Softwarefunktionen erfordern oft eine Anpassung der Arbeitsabläufe und eine gezielte Einweisung. Sigma bietet hierfür zertifizierte Schulungen und unterstützt Sie bei der Integration in Ihre bestehenden Prozesse.
- Bedarfsanalyse und Zieldefinition
- Abstimmung des Upgrades mit Sigma-Service
- Fachgerechter Einbau und Inbetriebnahme
- Requalifizierung durch Testserie
- Schulung und Prozessintegration
Mit dieser strukturierten Vorgehensweise sichern Sie den nachhaltigen Erfolg Ihres Upgrades und erschließen neue Legierungen und Anwendungen effizient und prozesssicher.
Häufig gestellte Fragen
Welche Leistungsstufen sind für die Sirius Light verfügbar?
Die Sirius Light ist modular von 60 bis 500 W aufrüstbar. Sie können die Ausgangsleistung Ihrer Anlage gezielt an neue Anforderungen anpassen, ohne das Grundgerät ersetzen zu müssen. Die Leistungssteigerung erfolgt durch Austausch oder Ergänzung von Modulen.
Welche Vorteile bietet die Schwenkoptik bei neuen Anwendungen?
Die Schwenkoptik ermöglicht eine 360°-Strahlablenkung und erleichtert das Schweißen an schwer zugänglichen oder vertikalen Stellen. Sie ist besonders hilfreich bei komplexen Geometrien, großen Formen oder Reparaturen an Werkzeugen.
Wie gehe ich bei der Einführung einer neuen Legierung vor?
Nutzen Sie die Leiterstufenmethode: Beginnen Sie mit konservativen Parametern und steigern Sie diese schrittweise. Führen Sie Testreihen durch, dokumentieren Sie die Ergebnisse und passen Sie die Einstellungen an, bis die gewünschten Naht- und Materialeigenschaften erreicht sind.
Wie unterstützt Sigma bei einem Upgrade der Sirius Light?
Sigma begleitet Sie von der Bedarfsanalyse über die Auswahl und Installation der passenden Module bis zur Requalifizierung und Schulung Ihres Teams. So stellen Sie sicher, dass das Upgrade reibungslos und prozesssicher umgesetzt wird.





