- Lieferumfang: die Sirius Light im Überblick
- Standortwahl und Vorbereitung
- Positionierung und Arretierung der Maschine
- Erste Inbetriebnahme und Sicherheitskontrollen
- Achsen und Optik verfahren
- Ihr erster Testschweißvorgang
- Häufig gestellte Fragen
- Welche Stromversorgung benötigt die Sirius Light?
- Wie wird die Maschine sicher positioniert?
- Wie gehe ich bei den ersten Schweißtests vor?
- Welche Vorteile bietet die Sirius Light bei der Inbetriebnahme großer Werkzeuge?
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Kurz beantwortet: Die Erstinbetriebnahme der Sirius Light umfasst die Überprüfung des Lieferumfangs, die sorgfältige Standortwahl, das sichere Positionieren und Arretieren, das Einhalten aller Sicherheitsvorgaben, das Testen der Achsen und Optik sowie einen ersten Testschweißvorgang an geeignetem Material. Jeder Schritt ist entscheidend für einen sicheren und effizienten Betrieb.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Laser-Typ | Nd:YAG (gepulst), 1064 nm |
| Leistungsoptionen | 60–500 W (modular wählbar) |
| Achsauflösung | 0,01 mm |
| Reichweite Arm | bis zu 1830 mm |
| Traglast | unbegrenzt (z. B. Formen bis 25 t) |
| Achsen | 5 (X, Y, Z, C, D) |
| Optik | Leica 10× Stereomikroskop, 100 mm Arbeitsabstand |
| Kühlung | integrierte geschlossene Wasserkühlung |
| Mobilität | Lenkrollen mit Feststellbremse |
Alle Werte stammen direkt aus dem Artikeltext und beziehen sich explizit auf die Sirius Light.
Lieferumfang: die Sirius Light im Überblick
Die Sirius Light ist eine hochleistungsfähige, mobil einsetzbare Laser-Schweißanlage, die speziell für anspruchsvolle Anwendungen im Werkzeug- und Formenbau sowie in der Produktion entwickelt wurde. Sie arbeitet mit einem Nd:YAG-Laser bei 1064 nm im gepulsten Modus und bietet eine modulare Leistungsauswahl von 60 bis 500 W. Dank ihres offenen Gestells besitzt sie eine unbegrenzte Traglast – selbst extrem schwere Werkstücke, wie Formen mit bis zu 25 Tonnen, können problemlos bearbeitet werden. Die Reichweite des Arms beträgt bis zu 1830 mm, wodurch auch großflächige oder sperrige Bauteile flexibel zugänglich sind.
Die Achsauflösung der Sirius Light liegt bei präzisen 0,01 mm. Damit sind auch feine Schweißarbeiten mit höchsten Genauigkeitsanforderungen möglich. Im Lieferumfang enthalten sind das Hauptgerät mit integriertem Steuerungspanel, das Leica 10× Stereomikroskop für die Prozessbeobachtung, eine geschlossene Wasserkühlung, die Sigomatic-Bedienersoftware sowie sämtliche notwendigen Anschlusskabel und Sicherheitseinrichtungen. Optional erhältliche Erweiterungen, wie motorgetriebene Drehvorrichtungen oder spezielle Drahtvorschübe, sind für spezifische Anwendungen nachrüstbar.
Vor der Inbetriebnahme empfiehlt es sich, den Lieferumfang anhand der Packliste zu überprüfen. Kontrollieren Sie insbesondere, ob alle sicherheitsrelevanten Komponenten (z. B. Not-Aus, Warnschilder) und die vollständige Dokumentation (Bedienungsanleitung, Sicherheitsrichtlinien) vorhanden sind. So stellen Sie sicher, dass Sie alle für einen sicheren Start notwendigen Elemente zur Hand haben.
| Anforderung | Details laut Artikel |
|---|---|
| Bodenbeschaffenheit | eben, tragfähig, frei von Hindernissen |
| Stromversorgung | 380 V, 3-phasig, 50 Hz |
| Kühlung | integriert, kein externer Chiller nötig |
| Arbeitsbereich | nicht-reflektierend, ggf. mobile Schutzwände |
| Installation | durch qualifiziertes Fachpersonal |
| Freiraum | ausreichend Platz für Armbewegung und große Werkstücke |
Alle Anforderungen sind direkt aus dem Artikeltext übernommen.
Standortwahl und Vorbereitung
Die Wahl des richtigen Standorts für die Sirius Light ist entscheidend für einen reibungslosen und sicheren Betrieb. Da es sich um eine schwere, mobile Anlage handelt, sollte der Boden eben, tragfähig und frei von Hindernissen sein. Unebenheiten oder Gefälle können die Standfestigkeit beeinträchtigen und die präzise Positionierung des Arms erschweren. Achten Sie darauf, dass rund um die Maschine ausreichend Freiraum für das vollständige Ausfahren und Schwenken des Arms vorhanden ist – insbesondere bei Arbeiten an großen Werkstücken oder in beengten Produktionsbereichen.
Die Stromversorgung muss gemäß den technischen Anforderungen der Sirius Light erfolgen: 380 V, 3-phasig, 50 Hz. Prüfen Sie vor dem Anschluss, ob die Steckdosen und Leitungen entsprechend ausgelegt sind und alle Schutzmaßnahmen (z. B. Fehlerstromschutzschalter) installiert wurden. Die Installation sollte durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen. Beachten Sie außerdem die Vorgaben der Maschinensicherheitsdokumentation hinsichtlich des Arbeitsbereichs: Der Bereich um die Laserzelle muss nicht-reflektierend gestaltet sein, um unerwünschte Streustrahlung zu vermeiden. Decken Sie reflektierende Oberflächen ab und verwenden Sie, falls erforderlich, mobile Schutzwände oder Vorhänge.
Stellen Sie sicher, dass alle für den Betrieb erforderlichen Medien (Strom, ggf. Druckluft für Zusatzmodule) verfügbar sind. Die Wasserkühlung ist bei der Sirius Light bereits integriert, externe Chiller sind nicht notwendig. Legen Sie alle mitgelieferten Warnschilder und Bodenmarkierungen bereit, bevor Sie mit der weiteren Installation fortfahren.
Positionierung und Arretierung der Maschine
Die Sirius Light zeichnet sich durch ihre Mobilität aus, was insbesondere bei wechselnden Einsatzorten oder großen Werkstücken von Vorteil ist. Rollen Sie die Maschine vorsichtig an ihren Einsatzort, wobei Sie auf ausreichend Abstand zu Wänden, anderen Maschinen und Verkehrswegen achten. Die Lenkrollen ermöglichen ein präzises Manövrieren, auch auf engem Raum. Sobald die gewünschte Position erreicht ist, müssen alle Lenkrollen mit den integrierten Feststellbremsen sicher arretiert werden. Dies verhindert ein unbeabsichtigtes Verschieben während des Betriebs und gewährleistet die notwendige Stabilität für präzise Schweißarbeiten.
Vor dem Ausfahren des Arms ist es wichtig, die Standfestigkeit der Maschine zu überprüfen. Kontrollieren Sie, ob alle Rollen fest verriegelt sind und die Maschine auf ebenem Untergrund steht. Vergewissern Sie sich, dass der Schwenkbereich des Arms frei von Hindernissen ist und keine Kollisionsgefahr mit anderen Objekten besteht. Bei Bedarf können Sie zusätzliche Unterlegplatten verwenden, um kleinere Unebenheiten auszugleichen und die Auflagefläche zu vergrößern.
Positionieren Sie das Werkstück so, dass es optimal im Arbeitsbereich des Arms liegt. Die offene Bauweise der Sirius Light ermöglicht das Bearbeiten auch sehr großer oder schwerer Teile, ohne dass diese auf einen Maschinentisch gehoben werden müssen. Achten Sie darauf, dass das Werkstück sicher fixiert ist und während des Schweißprozesses nicht verrutschen kann. Erst wenn die Maschine stabil steht und alle Sicherheitsaspekte geprüft sind, darf mit dem weiteren Einrichten begonnen werden.
Erste Inbetriebnahme und Sicherheitskontrollen
Vor der ersten Inbetriebnahme der Sirius Light ist es unerlässlich, sämtliche Sicherheitsrichtlinien und die mitgelieferten Dokumentationen sorgfältig zu studieren und konsequent umzusetzen. Die Anlage ist mit mehreren sicherheitsrelevanten Komponenten ausgestattet, darunter Verriegelungen, Not-Aus-Schalter und Warnsysteme. Überprüfen Sie zu Beginn, ob alle Verriegelungen korrekt eingerastet und funktionsfähig sind. Die Position des Not-Aus-Schalters muss allen Bedienern bekannt sein und jederzeit leicht zugänglich bleiben.
Die Sirius Light verfügt über eine integrierte, geschlossene Wasserkühlung, die für einen zuverlässigen Betrieb des Lasers sorgt. Prüfen Sie vor dem Einschalten, ob der Wasserstand im Kühlkreislauf ausreichend ist und keine Leckagen an den Anschlüssen oder Schläuchen vorliegen. Da kein externer Chiller benötigt wird, entfällt die aufwendige Installation zusätzlicher Kühlaggregate. Dennoch sollte die Funktion der Kühlung regelmäßig kontrolliert werden, um Überhitzung und daraus resultierende Schäden zu vermeiden.
Bevor Sie die Anlage einschalten, richten Sie den Arbeitsplatz gemäß den Vorgaben der mitgelieferten Sicherheitsdokumentation ein. Beachten Sie die mit Ihrer Anlage gelieferten Sicherheitsrichtlinien; Sigma bietet zertifizierte Bedienerschulungen an. Die Einhaltung dieser Vorgaben ist Voraussetzung für einen sicheren Betrieb und den Schutz aller Beteiligten.
Achsen und Optik verfahren
Nach Abschluss der Sicherheitskontrollen erfolgt ein Funktionstest der Achsen und der Optik. Die Sirius Light bietet fünf Achsen (X, Y, Z, C, D), die eine flexible Positionierung des Laserkopfes ermöglichen. Führen Sie zunächst einen Bereichstest durch: Verfahren Sie jede Achse einzeln über ihren gesamten Arbeitsbereich, um die Bewegungsfreiheit zu prüfen und eventuelle Blockaden oder ungewöhnliche Geräusche frühzeitig zu erkennen. Die hochpräzise Achsauflösung von 0,01 mm erlaubt feinste Justagen – achten Sie beim Verfahren auf gleichmäßige, ruckfreie Bewegungen.
Das Leica 10× Stereomikroskop ist ein zentrales Werkzeug zur Beobachtung des Schweißprozesses. Stellen Sie den Arbeitsabstand auf die empfohlenen 100 mm ein und überprüfen Sie die Bildschärfe sowie die Ausleuchtung des Arbeitsbereichs. Kontrollieren Sie, ob die Optik sauber und frei von Staub oder Fingerabdrücken ist, da Verschmutzungen die Schweißqualität beeinträchtigen können. Reinigen Sie die Optik bei Bedarf vorsichtig mit geeigneten, fusselfreien Tüchern und Reinigungsmitteln.
Über die Sigomatic-Steuerung können Sie die Achsen manuell anfahren und die gewünschte Schweißposition exakt einstellen. Nutzen Sie die Möglichkeit, verschiedene Geometrien (z. B. Linien, Kreise, Kurven) als Referenz anzufahren. So gewinnen Sie ein Gefühl für die Bewegungsabläufe und können die Maschine optimal auf die Anforderungen Ihres Werkstücks einstellen. Erst wenn alle Achsen und die Optik einwandfrei funktionieren, ist die Sirius Light bereit für den ersten Schweißtest.
| Im Lieferumfang enthalten | Optional erhältlich |
|---|---|
| Hauptgerät mit Steuerungspanel | motorgetriebene Drehvorrichtung |
| Leica 10× Stereomikroskop | spezielle Drahtvorschübe |
| integrierte Wasserkühlung | |
| Sigomatic-Bedienersoftware | |
| Anschlusskabel | |
| Sicherheitseinrichtungen |
Nur im Artikel genannte Komponenten sind aufgeführt.
Ihr erster Testschweißvorgang
Vor dem Schweißen an hochwertigen oder kritischen Bauteilen empfiehlt sich ein Testschweißvorgang an gleichartigem Schrottmaterial. Wählen Sie hierfür ein Werkstück aus, das in Material und Geometrie dem späteren Einsatzfall möglichst nahekommt. Stellen Sie an der Sigomatic-Steuerung zunächst konservative Pulsparameter ein – niedrige Pulsenergie und mittlere Pulsdauer minimieren das Risiko von Einbrand oder Materialverzug. Führen Sie eine erste Schweißnaht aus und beobachten Sie den Prozess durch das Stereomikroskop.
Nach dem Schweißvorgang kontrollieren Sie die Naht optisch auf Durchschweißung, Risse, Poren oder Spritzer. Passen Sie die Pulsparameter schrittweise an, um das Ergebnis zu optimieren. Dokumentieren Sie die jeweils verwendeten Einstellungen, um später reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen. Sobald Sie mit der Nahtqualität zufrieden sind, speichern Sie die Parameter als Programm ab. Die Sirius Light bietet hierfür ausreichend Programmspeicher, sodass auch komplexere oder wiederkehrende Schweißaufgaben effizient abgelegt werden können.
Beachten Sie, dass bei jedem neuen Material oder Bauteil eine erneute Anpassung der Schweißparameter erforderlich sein kann. Führen Sie vor Serienanwendungen stets einen Testlauf durch und überprüfen Sie die Ergebnisse sorgfältig. So stellen Sie sicher, dass Ihre Produktion von Anfang an auf einem stabilen, sicheren und reproduzierbaren Fundament steht.
Häufig gestellte Fragen
Welche Stromversorgung benötigt die Sirius Light?
Die Sirius Light benötigt einen 380 V, 3-phasigen, 50 Hz Stromanschluss. Vor der Inbetriebnahme ist sicherzustellen, dass die Elektroinstallation für die erforderliche Leistung ausgelegt und fachgerecht installiert ist. Die Stromversorgung sollte ausschließlich durch qualifiziertes Personal erfolgen.
Wie wird die Maschine sicher positioniert?
Die Sirius Light wird an den Einsatzort gerollt und dort mit den Feststellbremsen an allen Lenkrollen sicher arretiert. Vor dem Ausfahren des Arms ist zu prüfen, dass der Untergrund eben ist und keine Hindernisse im Schwenkbereich des Arms liegen. Die Standfestigkeit ist regelmäßig zu kontrollieren.
Wie gehe ich bei den ersten Schweißtests vor?
Führen Sie Testschweißungen an gleichartigem Schrottmaterial mit konservativen Pulsparametern durch. Überwachen Sie die Nahtqualität optisch, passen Sie die Einstellungen iterativ an und speichern Sie bewährte Parameter als Programm. So sichern Sie reproduzierbare und hochwertige Ergebnisse.
Welche Vorteile bietet die Sirius Light bei der Inbetriebnahme großer Werkzeuge?
Die Sirius Light ermöglicht durch ihre mobile Bauweise und unbegrenzte Bauteilgröße eine flexible Inbetriebnahme direkt am Einsatzort. Dank 5-Achs-CNC-Kinematik lassen sich auch komplexe Geometrien präzise bearbeiten, ohne dass schwere Formen transportiert oder ausgebaut werden müssen.



